Wald: aus Nadel- wird Laubholz

P1000806 Gut zu erkennen ist der Streifen mit Nadelholz auf der Kuppe. Hier soll die Fichte nach und nach in eine Laubholzkultur umgewandelt werden. Die Fichte ist im Stamminneren manches Mal bis zu neun Meter hoch mit Rotfäule entwertet. So zeigt sich, dass Fichte auf dem Muschelkalk keine Zukunft hat. Gut mit der Trockenheit kommt dagegen die Eiche zurecht. Aber auch die Hauptbaumart des Weserberglandes, die Rotbuche ist hier durchsetzungsstark. Die angrenzenden Forstgenossenschaften haben die Umstellung auf Laubholz längst vollzogen. Mancherorts fehlt schon die Fichte, wenn vor Ort Bretter und Bohlen durch die mobilen Sägewerke nachgefragt werden. Schön gewachsene große Exemplare für die Kirchen der Gegend kommen in der Weihnachtszeit heute schon fast ausnahmslos aus den Hausgärten. In den Forsten sind sie kaum noch zu finden.

Die Esche macht seit 2010 durch das Eschentriebsterben Schlagzeilen. Ob die Baumart in unseren Breiten bleibt, wird sich zeigen.

10.6.4 10.6.11

Um auch in der Waldparzelle den heimischen Blütenpflanzen Raum zu geben, wurde beim Holzeinschlag auch Kronenholz und Totholz als Holzhackschnitzel genutzt. So wenig wie möglich sollte Biomasse den Pflanzen das Leben schwer machen. Was nicht durch den Hacker ging und abgefahren wurde durfte im Winter brennen.

Brennen11.1 Die Bildung einer kräftige Schlagflora blieb trotzdem nicht aus. Die Nadelstreu hatte zu dicke Lagen hinterlassen. Die Begründung eines gesunden Laubholzbestandes gestaltete sich zwischen der mannshohen Schlagflora dann als schwierig. Erst 4 Jahre nach dem Einschlag und der Neuanpflanzung verloren Diestel, Klette, Digitalis und co an Kraft. Zwischen ihnen waren die kleinen Buchen und Eichen kaum auszumachen. Größere Bäume von etwa 120 cm hatten es auf dem gut entwässerten Boden ungleich schwerer anzuwachsen, als kleinere Exemplare von ca 20 – 30 cm. Eine Pflanzung vor Weihnachten erwies sich ebenso als günstig, da die Frühjahre 2009 bis 2012 doch oft schon warm und trocken waren. Herbstpflanzungen erwiesen sich stets als erfolgreicher.

Kreuzdorn

Kreuzdorn

Den Waldsaum füllen Kreuzdorn, Weiß- und Schwarzdorn sowie der kalklliebende Liguster. Der Kreuzdorn ist bis zu 6 Meter hoch und bildet kräftige Stämme aus.